Wagashi? – Was ist das?

Wagashi – Was ist das?

Wagashi herzustellen benötigt eine Menge Arbeit. Sie werden Poesie, historischen Begebenheiten oder der Natur nachgebildet. Gerne werden sie zu festlichen Anlässen verschenkt oder wenn Besuch ins Haus kommt. Verschiedene Orte in Japan haben unterschiedliche einzigartige lokale Spezialitäten. Japaner bringen Wagashi gerne von Geschäftsreisen oder Urlaubsreisen mit. Die Japaner glauben, dass der künstlerische Charakter der Wagashi den Einklang mit den Jahreszeiten der Natur und die einfache Kultur von Japan repräsentieren.

Die Kunst der 5 Sinne

Japanische Süßigkeiten sollen die 5 Sinne anregen:

1. Sehen: Wagashi sind schön anzusehen

2. Hören: Der Name ist ein Wohlklang für die Ohren

3. Riechen: Ein angenehmer Duft geht von ihnen aus

4. Schmecken: Fein und zart haben sie ein angenehmes Aroma und Nuancen im
Geschmack. Dazu kommt eine Süße, nicht reifer als eine Persimone.

5. Tasten: Sie geben beim Essen ein angehmes Mundgefühl

Bota Mochi

Wie werden Wagashi serviert?

Wagashi werden mit grünem Tee oder zur japanischen Teezeremonie serviert. Okashi finden sich ebenfalls bei der Teezeremonie. Da der grüne Tee (i. d. R. Matcha) vom Geschmack etwas bitter ist, bieten sie einen sehr guten Ausgleich. Japanische Süßigkeiten spiegeln in ihrem Aussehen die Jahreszeiten wieder. Die Bildung des Gastgebers zeigt sich im Servieren der passenden Süßigkeiten zu den richtigen Jahreszeiten.

Higashi servierst du zu eher schwachem (dünnem)Tee, dem so genannten „Usucha“. Zu ihm serviert man in der Regel die Higashi (干菓子). In dem bunten Zuckerkuchen spiegeln sich genauso die Jahreszeiten wieder wie in den Wagashi.

Omogashi servierst du zu dickem (starken) Tee, dem sogenannten „Koicha“. Die Omogashi werden aus roter Bohnenpaste (Anko), Zucker, Reismehl und Agar-Agar hergestellt.

Für das Servieren nutzt man im Original japanisches Geschirr. Dabei handelt es sich um lackierte Teller, die „Meimeizara“ genannt werden. Dieses Geschirr ist speziell für Wagashi gedacht. In der Regel gibt es fünf in einem Set, sodass sie sich perfekt für das Servieren der Gäste eignen. Die Lackierung der Teller ist außergewöhnlich und wird „Urushi-Lackierung“ genannt. Den Tee serviert man in einem speziellen Teekännchen mit Seitengriff, das man Kyusu nennt. Die Teetassen werden Yunomi genannt. Sie haben eine Kohiki-Glasur.

Wie werden Wagashi gegessen?

Du nimmst ein Stück in den Mund und trinkst dazu langsam etwas grünen Tee. Der Teegeschmack soll sich mit dem süßen Wagashigeschmack vermischen. Das machst du, bis der Tee ausgetrunken oder das Wagashi aufgegessen ist.

Mandelmilchgelee mit Sirup

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